Bei Vorlage der ersten Umwelterklärung einer Einrichtung unserer Diözese (des Jugend- und Bildungshauses St. Norbert in Rot a. d. Rot, 2002) äußerte Bischof Dr. Gebhard Fürst — uns selbst zur freudigen Überraschung — die feste Überzeugung, der "Staffelstab" würde von dort "an die Diözesanakademie in Stuttgart-Hohenheim übergeben". Dies wohl in der billigen Erwartung, die während seiner Amtszeit als Akademiedirektor bereits getanen Schritte seien dafür gediegene Basis wie produktive Herausforderung in einem, namentlich die Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage für den Betrieb unseres Tagungszentrums Stuttgart-Hohenheim im Zuge seiner Erweiterung in den Jahren 1999/2000.
Deshalb war unser Zögern nicht groß, als sich im Angebot und Verbund einer ("mehr-pedaligen") Tandemlösung das Weitergehen auf dem eingeschlagenen Wegs geradezu aufdrängte. War doch inzwischen auch — durch feierliche Unterzeichnung am 22. April 2002 in Strasbourg — jener Passus der Charta Oecumenica (Leitlinien für die wachsende Zusammenarbeit unter den Kirchen in Europa) zur unmittelbaren Selbst-Verpflichtung der Kirchen und ihrer Einrichtungen geworden, in dem sie versprechen, "die kirchlichen Umweltorganisationen und ökumenischen Netzwerke bei ihrer Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung zu unterstützen" (III, 9).
Eine erste Etappe ist mit der Vorlage unserer Umwelterklärung nun abgeschlossen, das erste Plateau — sozusagen - erreicht. Ich danke sehr herzlich allen, die für die Erreichung ihrer sachlichen Ergebnisse (auf sie kommt es zuvörderst an) mit Umsicht und Engagement tätig sowie für ihre Formulierung und Dokumentation besorgt waren. Ihnen war ja gleichzeitig die Aufgabe gestellt, bei der übrigen Mitarbeiterschaft für das entsprechende Bewusstsein zu werben, sie in die gesetzten Ziele einzubinden und zumeist zusätzlich zu den originären Aufgaben eine Gemeinschaftsleistung für das ganze "Unternehmen" zu Stande zu bringen.
Ökologische Ausrichtung oder ökologisches Handeln bedürfen heute keiner Begründung mehr der Art, als erfinde die dazu entschlossene Einrichtung das Rad neu. Dennoch legen wir in diesem Bericht nicht nur Rechenschaft über getroffene Massnahmen ab und Bilanzen über entsprechende Kennzahlen vor, sondern begründen darin auch — implizit und explizit —‚ warum uns eine Zertifizierung nach Standard und Kriterien von EMAS II wichtig ist. Wenn eine kirchliche Akademie mit Anspruch auf geistige und/oder soziale Exemplarität auf der Höhe der Zeit bleiben und der in ihr wissbaren Verantwortung genügen will, steht es ihr gut an, ihren "heimlichen Lehrplan" der Umweltverantwortung zu entheimlichen und sich selbst an öffentlich anerkannten Kriterien messen zu lassen. Verba docent, exempla trahunt. Nach Herstellung der dafür notwendigen Voraussetzungen liegenschaftlicher Art usw. hoffen wir, uns über das Tagungszentrum Hohenheim und die Geschäftsstelle Im Schellenkönig hinaus auch noch mit der Einbeziehung des Tagungshauses Weingarten (Oberschwaben) zu vervollkommnen.
In diesem Sinne wissen wir uns zur nachhaltigen Weiterentwicklung des Erreichten verpflichtet.
Stuttgart, 1. Juli 2004
Dr. Abraham Peter Kustermann
Akademiedirektor
Die Stuttgarter Konzept-
künstlerin Simone Westerwinter arbeitet mit Sprache in ihrer Malerei. Bevorzugt mit dem Begriff "JA", einem elementaren Wort der Kommunikation, das viele Facetten der Bedeutung kennt. Es geht der Künstlerin um Abstraktion, um große Licht-, Farb- und Gedankenräume, um unser komplexes Denken und Empfinden aufzunehmen.
Vernissage
18. Januar 2009, 19.30 Uhr
Ausstellungsdauer
18. Januar 2009 bis 25. April 2010
KUNST-RAUM-AKADEMIE
Tagungszentrum Hohenheim
Paracelsusstraße 91
70599 Stuttgart
Telefon: 0711 451034-600
E-Mail: hohenheim@akademie-rs.de
Öffnungszeiten
werktags von 9-18 Uhr; samstags und sonntags auf Anfrage
